La Esperanza, Fellnasen im Glück e. V.

Filariosen

Unter dem Begriff „Filarien“ (Fadenwürmer) fasst man verschiedene Wurmarten zusammen, die sich in unterschiedlichen Geweben/Organen ansiedeln können. Je nach Art werden die Würmer unterschieden in Herzwurm, Lungenwurm oder Hautwurm. Filiarien kommen in Südeuropa, Osteuropa aber bereits auch in Deutschland vor. 

Erreger/Überträger

Bei den Erregern handelt es sich also nicht um Bakterien, Viren oder tierische Einzeller, sondern um Würmer (Filarien/ Mikrofilarien).

Über Stiche von Flöhen, Läusen, Mücken oder Zecken gelangen kleine, klobige Larven/Mikrofilarien, in das Gewebe des Hundes (Endwirt). Sie wandern ca. 6 Monate durch den Körper und gelangen als erwachsene Würmer je nach Art ins Herz, die Lunge oder andere Organe.

Symptome

Die Inkubationszeit ist relativ lange, da sich die kleinen Wurmlarven erst zu ausgewachsenen Würmern entwickeln müssen. Viele Hunde zeigen nach der Infektion lange keinerlei Symptomatik. Andere zeigen je nach Wurmbefall zum Beispiel die folgenden zeigen Symptome:

Herzwurm

  • • Husten/auch mit Blutauswurf
  • • Atemnot/Atembeschwerden
  • • Abgeschlagenheit/Schwäche
  • • Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht
  • • Wassereinlagerungen im Gewebe

Hautwurm

  • • Gerötete Haut, kahle Stellen,
  • • Starker Juckreiz, ständiges Kratzen
  • • Krusten auf der Haut
  • • Entzündete Haut
  • • Häufiges Erbrechen
  • • Gewichtsverlust/Appetitlosigkeit
  • • Antriebsloses Verhalten
  • • Verdickung der Unterhaut
  • • Juckende Hautveränderungen, Ekzemen
  • • Knoten in/unter der Haut

Nachweis

Alle Hunde die älter als 9 Monate sind, werden vor der Ausreise auf Filariose bzw. speziell auf Dirofilairose (Herzwurm) getestet. Zu beachten ist allerdings die sehr lange Inkubationszeit. Daher sollte Folgendes beachtet werden:

• Bei Hunden MIT Krankheitsanzeichen:

  • Sofortige Untersuchung einer Blutprobe auf Makrofilarien (erwachsene Würmer) und auf Mikrofilarien (Wurmlarven) und weiterführende Untersuchungen,

• Bei Hunden OHNE Krankheitsanzeichen:

  • Nach der Einreise in Deutschland sollte eine Blutuntersuchung auf Makrofilarien (erwachsene Würmer) und auf Mikrofilarien (Wurmlarven) erfolgen. Empfohlen wird eine weitere Untersuchung nach 6-8 Monaten.

Therapiemöglichkeiten

Generell gilt, je früher der Wurmbefall festgestellt und behandelt wird, desto besser sind die Überlebenschancen.
Der Tierarzt wird, je nach Stärke des Befalles, entsprechende Medikamente einsetzten, die gegen die Filarien wirken. Es können auch entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen. In schweren Fällen kann auch eine operative Entfernung der Würmer notwendig sein.
Während der Behandlung sollte der Hund allerdings absolute Ruhe einhalten, Leinenzwang.

Übertragung auf Menschen und Tiere
Die Mikrofilarien können nicht direkt vom Hund auf den Menschen übertragen werden. Man spricht hier jedoch von einer Zoonose, d. h. sticht eine Mücke einen infizierten Hund und nimmt von diesem Mikrofilarien auf, kann sie diese beim Stich des Menschen auf diesen übertragen.